CDU positioniert sich eindeutig für S‑Bahn

Als Reak­tion auf den Zeitungsar­tikel im Quick­borner Tage­blatt vom 21.08.2015 schrieb Herr Rolf Schröder einen Leser­brief, der auch uns vor­liegt, an den Redak­teur Her­rn Damm. Herr Schröder ist Vor­sitzen­der des Eller­auer CDU-Ortsver­ban­des. Sein Leserbrief:

Sehr geehrter Herr Damm,

vie­len Dank für die gute Berichter­stat­tung. Sie zeigen damit auf, wie koop­er­a­tiv Eller­auer Bürg­er in wichti­gen Fra­gen sind.

Bei Aus­bau der Strecke Burg­wedel – Kaltenkirchen zur S21 ist mit einem Zuwachs im Fahrgas­taufkom­men von fün­fzig Prozent zu rech­nen. Die Umstel­lung auf kreuzungs­freie S‑Bahnverbindung bis Kaltenkirchen würde unser­er Nor­dre­gion gewalti­gen Fortschritt bringen.

Für die CDU Frak­tion im Land­tag ist die Sache klar: Sie will die teuer­ste Vari­ante, Aus­bau zur S‑Bahn. Denn nur bei dieser Lösung wird der Bah­nüber­gang in Eller­au erset­zt wer­den kön­nen. „Der Zus­tand in Eller­au ist nicht trag­bar”, sagte Volk­er Dorn­quast, CDU-Land­tagsab­ge­ord­nete aus Hen­st­edt-Ulzburg und Mit­glied im Wirtschaft­sauss­chuss. „Da ste­ht man ständig im Stau.”

Die SPD geführten Län­der Ham­burg und Schleswig-Hol­stein sind Anteil­seign­er der AKN. Bei Umstel­lung auf S‑Bahn Betrieb würde die AKN ihre lukra­tivste Strecke Kaltenkirchen-Eidel­st­edt ver­lieren. Deshalb haben die Län­der offen­sichtlich wenig Lust, den S‑Bahn Aus­bau gründlich voran zu bringen.

Eign­er der Ham­burg­er S‑Bahn ist die S‑Bahn Ham­burg GmbH. Sie wurde als selb­st­ständi­ge Tochter der Deutschen Bahn AG 1997 gegrün­det. Mit ihren 6 Lin­ien unter­hält sie bish­er 147 Kilo­me­ter Schienen­netz, mit ins­ge­samt 68 Sta­tio­nen. Rund 1.000 Mitar­beit­er sind im Ein­satz. An Werk­ta­gen sind in der Region bis zu 700.000 Fahrgäste täglich mit der S‑Bahn Ham­burg unterwegs.

Nach meinen Infor­ma­tio­nen ver­hin­dern bish­er die SPD geführten Län­der Schleswig-Hol­stein und Ham­burg die Auf­nahme des Pro­jek­tes in den Bun­desverkehr­swege­plan. Mit dem Bun­desverkehr­swege­plan sorgt der Bund für den Auf­bau ein­er leis­tungs­fähi­gen Verkehrsin­fra­struk­tur. Sie ist Rück­grat des starken und dynamis­chen Wirtschafts­stan­dortes Deutsch­land und ist zen­trale Voraus­set­zung für Wach­s­tum und Beschäf­ti­gung. Damit schafft der Bund die Grund­lage für nach­haltige Mobil­ität von Men­schen und Gütern. Das Ergeb­nis ist bessere Erre­ich­barkeit und höhere Lebensqualität.

Rolf Schröder
Buchen­weg 10, Ellerau

www.deinecdu.de

Eine Mel­dung auf der Eller­auer CDU-Home­page ergänzt sog­ar noch um einen inter­es­san­ten Absatz:

Zur Real­isierung des Pro­jek­tes ste­hen die Beschlüsse der Län­der Schleswig-Hol­stein und Ham­burg mit Antrag auf Bun­des­förderung aus. Ein Grund­kontin­gent von S‑Bahnen ist bere­its bestellt. Fest ste­ht, dass sich zu 60 Prozent der Bund und zu je 20 Prozent die Län­der Schleswig-Hol­stein und Ham­burg die Kosten teilen. Wenig bekan­nt ist bish­er, dass die Investi­tions-För­der­mit­tel des Bun­des nur bis 2019 zur Ver­fü­gung ste­hen. Deshalb wird das Plan­fest­stel­lungsver­fahren mit aller Kraft vorangetrieben.

In einem fre­undlichen Tele­fonge­spräch mit Her­rn Schröder wurde deut­lich, dass die Eller­auer CDU sich eine Tiefer­legung im Bere­ich Kreuzung Bahnstrasse/Berliner Damm sowie im kri­tis­chen Abschnitt zwis­chen Eller­au und Tanne­neck wünscht.

Auch wir hal­ten den Trog für die ort­s­planer­ische Ide­al­lö­sung, die dem gesamten Gebi­et um Eller­au und Quick­born gut tun würde. Wir befürcht­en, dass let­z­tendlich aber der finanzielle Aspekt den Auss­chlag geben wird. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich die anderen Parteien hierzu äußern werden.

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