Beim Infoabend des BVE

Jeden ersten Dienstag im Monat lädt der Bürgerverein Ellerau, stärkste Fraktion in der Ellerauer Gemeindevertretung, zum Infoabend ein. „Die Teilnahme steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Hier können Sie sich mit Ihrem Anliegen zu Wort melden!“ ist dazu auf der BVE-Homepage zu lesen. Also haben wir die Gelegenheit genutzt, dort einmal vorzusprechen.

Wir wurden überaus freundlich empfangen und hatten zunächst Gelegenheit in angenehmer Runde den aktuellsten politischen Ereignissen in Ellerau zu lauschen. Zum Beispiel wurde erwähnt, dass bei einer kürzlich durchgeführten Befragung der Ellerauer Bürgerinnen und Bürger, sich viele Menschen eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation am Bahnübergang Berliner Damm/Bahnstrasse wünschen.

Schließlich kam dann das Thema „AKN und die geplanten baulichen Veränderungen“ auf den Tisch.

Herr Wehner, 1. Vorsitzender und Fraktionsvorsitzender schilderte kurz die aktuelle Situation. Wie nicht anders zu erwarten, sind auch dem BVE keine wirklichen Details zu den geplanten Baumaßnahmen bekannt. Man sei jedoch grundsätzlich dem „Projekt S21“ recht zugetan. Allerdings fänden hierzu noch interne Beratungen auf den Vereins- und Fraktionssitzungen statt.
Herr Wehner verwies darauf, dass aufgrund der finanziell knappen Kostenkalkulation des Projekts, es wohl zu keiner gravierenden baulichen Veränderung des höhengleichen Bahnübergangs an der Kreuzung Berliner Damm/Bahnstrasse kommen wird. Denn sobald die Kosten steigen, sinke der knapp bemessene Kosten-Nutzen-Faktor. Dadurch geriete die Finanzierung durch Bundesmittel in Gefahr. Er baue also darauf, dass dann nachträglich, losgelöst vom Ausbau der AKN-Strecke zur S-Bahn, bauliche Veränderungen stattfinden.

Wir wiesen darauf hin, dass es recht befremdlich anmutet, wenn Parteien sich zwar für die S21 einsetzen, aber im Endeffekt gar nicht wissen, welche baulichen Maßnahmen überhaupt damit einhergehen. Darauf zu hoffen, dass vielleicht irgendwann mal was an der Kreuzungssituation getan werde, wie es sich ja viele Ellerauer wünschen, kann unseres Erachtens nicht der richtige Weg sein.

Zur geplanten Zweigleisigkeit im Bereich Hamburger Weg erwähnte Herr Wehner, dass der Antrag des Ellerauer Bürgermeisters Herrn Urban auf Fortbestehen der Eingleisigkeit auf dem Streckenabschnitt nun von der AKN geprüft werde. Ob und inwiefern dies im Planfeststellungsverfahren Berücksichtigung finden wird, ist jedoch nicht bekannt. Hier sei zunächst die für Oktober geplante Informationsveranstaltung abzuwarten.

Herr Valerius, Beisitzer und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, fragte nach, wieviel Meter Land bei einer Zweigleisigkeit denn betroffen wären. Als wir davon berichteten, dass wohl etwa 6-7 Meter für ein zweites Gleis samt Masten notwendig wären und die Bahn somit auf 5 Meter oder weniger an unsere Häuser ranrücken würde, ging ein Raunen durch den Raum. Offenbar war vielen die enge Bebauung in dem Bereich gar nicht bewusst.

Auch wenn bei dem Besuch des BVE erwartungsgemäß keine neuen Erkenntnisse zu holen waren, so hatten wir doch den Eindruck, dass wir manchem Vereinsmitglied unsere Situation, unser Anliegen und unsere Ängste ein wenig näher bringen konnten. Wir danken für den netten Abend und freuen uns schon auf den nächsten Besuch, wenn es dann hoffentlich etwas konkreter wird.

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