Noch ’ne Anfrage…

Leider ist von der Politik vor Ort wenig verwertbares Material zu bekommen, denn man ist weitestgehend ahnungslos. Und die verantwortlichen Politiker und Minister in den Ländern fordern zwar lautstark die S21, aber verwertbare Informationen können oder wollen sie bisher auch nicht preisgeben.

Nun scheint sich abzuzeichnen, dass aus Kostengründen die Ellerauer Bahnübergänge höhengleich bleiben. Und nicht nur Ellerau verfügt über höhengleiche Bahnübergänge. Auch Quickborn, Hasloh, Bönningstedt und Hamburg wären betroffen. Die Folgen für den Verkehr in diesen Bereichen kann sich sicher jeder ausmalen. Schlimm auch, wenn Krankenwagen oder Feuerwehr aufgrund ständig geschlossener Schranken wertvolle Zeit verlieren.

Wir versuchen alles, um endlich an verbindliche Aussagen zu gelangen. Erneut haben wir daher Herrn Landesverkehrsminister Meyer kontaktiert:

Sehr geehrter Herr Minister Meyer,

zum Ausbau der AKN Linie A1 zur S21 elektrifiziert habe ich bzw. die Bürgerinitiative Bahnstrasse noch einige Fragen, die wir gerne beantwortet haben wollen.

Es gibt einen Abschlußbericht der Firma Intraplan Consult GmbH aus dem Jahr 2014, der im Umdruck 18/4439 veröffentlicht wurde.
Was mir bzw. uns als Bürgerinitiative komisch vorkommt, ist die geplante Investition in die Posten:

  • Bahnübergänge Erdkörper  31.000 €
  • Bahnübergänge Technische Sicherung 177.600 €
  • Brücken, Über- und Unterführungen – Massivbau 1.033.300 €

Diese Summen sind für uns unverständlich in Hinsicht der zu beseitigenden Bahnübergänge und tieferzulegenden Bahnhöfe im Zuge der zu beseitigenden Bahnübergänge.

Insbesondere ist der Bahnübergang Ellerau ein Nadelöhr. Egal ob nun Bahn unter der Straße oder Straße über der Bahn würde dieses den veranschlagten Betrag völlig übersteigen. Also scheint uns dieser Bahnübergang nicht in das Projekt einberechnet zu sein. Ist das so?

Die Gemeinde Hasloh hat zum damaligen zweigleisigen Ausbau ebenso Bedenken geäußert und eine Troglösung für den Bahnhof Hasloh gefordert. Dieses wurde aus Kostengründen abgelehnt. Was passiert, wenn die Gemeinde Hasloh dieses im Rahmen des Ausbaus erneut fordert? Ist das einberechnet?

Die Gemeinde Bönningstedt hat ebenso zwei stark frequentierte Bahnübergänge, die beseitigt werden sollten. Ist die Beseitigung berücksichtigt?

Innerhalb des Hamburger Stadtgebietes sind Bahnübergänge (Schnelsen und Burgwedel) die sehr stark frequentiert sind bzw. Zuwegung für Rettungswagen zum Krankenhaus in Schnelsen genutzt werden. Bleiben die Übergänge weiterhin höhengleich? Ist das einberechnet?

Auf eine detaillierte Antwort würden wir uns freuen und wenn verfügbar eine Kopie einer detaillierten Aufschlüsselung der Baumaßnahmen zur S21 im Gutachten der Firma Intraplan Consult GmbH. Diese standardisierte Bewertung ist in der veröffentlichten Version nämlich mehr als schwammig.

Mir persönlich kommt es so vor, als ob das nur Annahmen sind. Wir brauchen belastbare Zahlen für dieses Projekt und keine Schätzungen.

Sind Sie überhaupt mal vor Ort gewesen? Kennen Sie die Örtlichkeiten persönlich?

Wir als Bürgerinitiative Bahnstrasse sind grundsätzlich NICHT gegen den Ausbau der A1 zur S21. Dieser Ausbau soll aber weitsichtig für die Zukunft durchgeführt werden, d.h. unterirdisch mit Oberleitung ist das möglich, NBÜ ist bei den S-Bahn Triebzügen schon vorhanden.

Städtebauplanerisch wäre dieses auch der richtige Weg, denn die betroffenen Orte werden voraussichtlich auch wachsen. Dann würde die oberirdische Führung der Bahnstrecke weitere Schwierigkeiten nach sich ziehen.

Wir freuen uns auf eine ausführliche Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

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